Was ist die Add-On-Linse?
Alterssichtigkeit - ein Schicksal?
Add-On Linse steht für fortschrittliche Kunstlinsen- Optik im Auge:
- ALTERSSICHTIGKEIT wird behandelbar
- Extreme FEHLSICHTIGKEITEN sind korrigierbar
- NÄHE und FERNE werden wieder scharf abgebildet
- Das Ergebnis ist DAUERHAFT - sozusagen "lebenslang"
Erläuterung:
Naheinstellung durch die eigene Linse ist nur beim jungen Menschen möglich.
Der Mensch wird ab etwa 43 Jahren alterssichtig ("presbyop").
Nachahmen läßt sich die Naheinstellung (Akkomodation) ausschließlich durch Kunstlinsen im Auge mit mindestens zwei Brennpunkten.
Beim Add-On System werden zwei neue Linsen in jedes Auge gesetzt. Wir halten ein solches "bifokales" System für die beste optische Lösung.
Ersetzt man die natürliche Linse durch eine Kunstlinse, brauchen sie für die Nähe anschließend eine Lesebrille; dies geschieht nämlich so bei einer Operation des grauen Stars.
Das Add-On-Linsen System korrigiert weit und nah - dauerhaft
Das Add-On System besteht aus einer "Basislinse" und einer "Add-On Linse"
Zwei Linsen werden also an verschiedene Orte in das Auge eingesetzt:
Die "Basislinse" ersetzt an der ursprünglichen Stelle die eigene Linse des Auges und ermöglicht scharf sehen in der Ferne; das "Add-On" Scheibchen mit der diffraktiven Optik und dem zweiten Brennpunkt ermöglicht nahsehen.
Es werden also statt der natürlichen Linse zwei spezielle Kunstlinsen in jedes Auge eingesetzt. Dies hat verschiedene Vorteile:
Die Kombination von zwei optisch aufeinander abgestimmten Silikonlinsen hat zu einer Verbesserung der optischen Eigenschaften und Steigerung der Sehqualität geführt.
Meistens operieren wir beide Augen in gleicher Sitzung in "Rauschnarkose" (Disoprivan, Dormicum, Ultiva). Sie merken von der OP nichts, wie bei einer Vollnarkose. Eine Intubationsnarkose ist nicht erforderlich. Unsere Anästhesieabteilung sorgt dafür, daß sie ohne Narkosenachwirkung und mit Begleitung nach Hause gehen können. Da wir gelegentlich Atropin- Augentropfen benutzen ist Autofahren einige Tage nach der OP noch nicht möglich. Wenn die Pupille nach einigen Tagen wieder normal eng ist, dürfen Sie wieder Autofahren; Sie können die Pupillenweite selbst im Spiegel beobachten. Wir stellen Ihnen nach bestandenem Test dann eine Sehtestbescheinigung aus. Später sollte das Ergebnis dann auch in die Lizenz eingetragen werden.
Für Interessierte ein Wort zur alternativen Behandlung mit einstückigen sog. refraktiven und diffraktiven Linsen: Diese haben bisher oft wegen störender Lichtstreuphänomene keine konstant zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht: Optisch unzureichende Qualität von Material, Geometrie und Fertigung waren einige der Gründe; auch schlechtere Oberflächenbearbeitung, fehlendes asphärisches Design, Versuch der Erzeugung von Multifokalität mit mehr als zwei Brennpunkten, zu hoher Brechungskoeffizient des Materials und hohe sphärische Aberration, starke Betonung des Nahteils der bifokalen Linsen und andere Gründe führten ebenfalls zu störenden "halo´s"(Höfen um Lichter) oder "starburst" (Streifen durch punktförmige Lichtquellen); auch die Kontrastsehschärfe ist teilweise unzureichend.
Deshalb haben wir diese Linsen nach dem Erfolg des Add-On seltener verwendet.
Wir verwenden für Add-On mehrstückige diffraktive Silikonlinsensysteme mit einem Nahfokus von ca. 36 cm; damit sind Ferne und Nähe scharf. Der Zwischenvisus ist etwas schlechter. In etwa 1m Abstand ist die Sehschärfe am schlechtesten, aber immer noch ausreichend, um Schrift zu lesen. Die Tiefenschärfe des Systems ist auch vom Ausgangsbefund abhängig: Weitsichtige haben offenbar durchweg eine größere Tiefenschärfe nach der OP. Dies geht gelegentlich so weit, dass einige Patienten garnicht bemerken, daß sie eine Bifokale Optik implantiert bekommen haben; sie sehen in allen Entfernungen einfach nur scharf. In etwa 20 cm Entfernung nimmt die Sehschärfe wieder ab. Das System ist so konzipiert, daß bei guter Beleuchtung nah und weit gesehen werden kann; im Dunkeln ist die Pupille weit und das System ist fernbetont. Das ist auch zum Autofahren im Dunkeln sinnvoll. Theoretisch ist lesen, also nahsehen, bei schlechter Beleuchtung nicht vorgesehen; der Bedarf ist aber auch nicht vorhanden. Die diffraktiven Ringe auf der Add-On Linse kommen besonders bei enger Pupille zur Wirkung. Beim Nahsehen und bei heller Beleuchtung ist die Pupille eben eng.
Die Möglichkeiten der neuen Add-On-Linsen sind vielfältig, so daß keine Fehlsichtigkeit unkorrigiert bleibt.
Jede unserer zwei Linsen kann folgende Zusatz- Eigenshaften haben:
- Blaulichtfilter ("gelbe" Linse) zum Schutz der Netzhaut
- torisches Design (gegen Hornhautverkrümmung)
- asphärisches Design (schärferes sehen vor allem nachts)
- diffraktive Zweistärkenoptik, fernbetont besonders bei weiter Pupille
- gute Abbildungsqualität - "aberrationskorrigierend" dem Auge angepasst
- ideale Oberflächenbeschaffenheit (Silikonlinse), ähnlich der natürlichen Linse
Silikonlinsen sind optisch hervorragend, das Material ist dauerhaltbar und besitzt einen niedrigeren Brechungskoeffizient als Acrylat, somit geringere sphärische Aberration. In über 20 Jahren haben wir niemals ein Materialproblem bei Silikonlinsen gesehen.
Bei Multifokallinsen sind gute optische Eigenschaften von besonderer Bedeutung; daher setzen wir hier fast nur Silikonmaterial ein.
Die zwei Add-On- Kunstlinsen aus Silikon gleichen Brechungsfehler aus - ähnlich einer Fotooptik mit mehreren Linsen.
Die Silikonlinsenobefläche ähnelt der Oberfläche der natürlichen Linse des Auges; der typische "Glitzereffekt" von Acrylat- Linsen entfällt für den Beobachter - ein kosmetischer Effekt. Auch das sehen scheint natürlich reflexfreier zu sein.
Acrylatlinsen zeigen dagegen häufiger Einschlüsse wie "glistenings"- das sind Wasserspalten im Material; sie werden aber von vielen Operateuren bevorzugt, auch wegen der leichteren Implantierbarkeit und der Verträglichkeit mit Silikonöl im Auge:
Bei Netzhautoperationen mit Silikonöleingabe muß eine implantierte Silikonlinse nämlich ausgetauscht werden; das Silikonöl haftet in diesem Falle auf der Silikon- Optik. Im Wechsel der Linse sieht Dr. Martin Dörner aber kein Problem, das die Vorteile der Silikonoptik aufwiegen würde; im eigenen Krankengut ist die Häufigkeit hier ca. 1 : 4000 Operationen.
Die verwendeten hochwertigen Silikonlinsen entstammen deutscher Fertigung, z.B. Fa. humanoptics, Erlangen bzw. Schmidt Intraokularlinsen St. Augustin. Die Linsen werden häufig individuell gefertigt; dies kann auch einmal zu 6 Wochen Lieferzeit führen. So lange braucht das Sterilgas nach Herstellung der Linse zum verdampfen.
Die Dezentrierung einer asphärischen Linse stört die optische Qualität sehr.
Daher implantieren wir bei Add-On ein eigens gefertigtes Linsenmodell als Standard- Basislinse. Diese IOL(Intraokularlinse) hat einen großen Durchmesser und lange Bügel; dadurch wird sie zentriert gehalten und der Kapselsack wird ausgespannt. Nach einigen Wochen ist der Kapselsack um die (zentrierte) Linse geschrumpft und hält sie dann unverrückbar in dieser Stellung.
Eine Dauerlösung.
Der Fortschritt der Linsenoptik hat viel zum Erfolg des Add-On beigetragen.
Das Add-On- System unterscheidet sich also von anderen Linsenoperationen und auch anderen Augenoperations- Methoden wie Lasik wie folgt:
Bei hohen Sehfehlern ist die optische Qualität besser, da der Brechungsfehler am richtigen Ort "im Auge" ausgeglichen wird. Alle regulären Fehlsichtigkeiten sind durch Kombinationsmöglichkeiten behandelbar,auch Nachkorrekturen sind möglich - und die Patientenzufriedenheit ist entsprechend dauerhaft hoch.
Die Abbildungsfehler und Trübungen der eigenen Linse ab 43 Jahren werden eliminiert. Lasik/Excimerlaserbehandlungen können übrigens gut zur evt. Feinkorrektur des Ergebnisses eingesetzt werden. Diese Behandlung ist für Add-On Patienten inklusive. Das Ziel der Add-On Behandlung ist es nämlich, den Patienten voll zu korrigieren. Wenn keine Restfehler bestehen, ist der Patient mit dem Ergebnis in Ferne und Nähe dann auch nach einer gewissen Zeit für die Abheilung hoch zufrieden. Dies bestätigen alle bisherigen Befunde und Nachuntersuchungen nach 6 Wochen oder später.
Wenn Sie Referenzen wünschen, können Sie sich an unsere Kontaktlinsenanpasserin wenden (wurde selbst Add-On operiert); wir stellen auch den Kontakt zu anderen operierten Patienten her oder Sie sprechen direkt mit Dr. Martin Dörner, dies alles auch unter Tel.: 02871-185051.
Aufgrund der großen Erfahrung mit Silikonlinsen ist die Praxisklinik Bocholt und die Laser-24 GmbH Referenzzentrum für die klinsche Studie zum Add-On.